Bestelle nie in der Schweiz, …
22 Oktober 2007 — Alexandra…denn es könnte teuer werden.
Was ein Glück, dass der Warenwert der bestellten Güter “nur” 33 Euro betrug, so musste ich “nur” 9,18 Euro Zoll und Gebühren nachzahlen.
Leider wusste ich nicht, dass Lieferungen aus der Schweiz zollpflichtig sind, sonst hätte ich ja nie dort bestellt.
Aber das Beste war der Zollbeamte. Er forderte mich also auf das Paket zu öffnen, was ich tat.
Als erstes fiel ihm das “Antifall” in die Finger. Dabei handelt es sich um einen Sicherheitsgurt für den Einkaufswagen, damit Mutter nicht immer Angst haben muss, wenn sie die Ware aufs Band packt oder sich nen Augenblick umdreht, dass das Kind sich in die Tiefe stürzt. Von besonderer Relevanz war für ihn, woraus dieser Gurt denn bestehe. Potzblitz, er besteht aus einem synthetischen Material, von dem er noch nieeee hörte. Sowas aber auch.
Des weiteren befand sich im Kartönchen ein Plastiktäschchen mit fünf Badetierchen. Auch bei diesen war sehr wichtig, woraus sie bestehen und ob sie sich eventuell im Wasser auflösen. (*lach*) Somit packte ich auch die aus und zeigte sie ihm, auf das er sie begutachten könne.
Lediglich das Spiezlzeugding, das mit in der Kiste war, wurde keiner genaueren Diagnose unterzogen. Auch das Material des Spiezlzeugs interessierte ihn nicht, was ich eigentlich nicht genau verstand. Wo er doch schon mal so genau dabei war, hätte er das auch noch notieren können.
Ich wurde noch mal gefragt, ob ich die Dinge denn auch wirklich verzollen wolle, dass die drei Dinge in zwei Kategorien aufgeteilt würden, das ganze mit drei Sorten Gebühren belastet würde und ich mich bitte noch fünf Minuten hinsetzen solle, bis er meine Zollbescheinigung fertig hätte. Das Antifall müsse er noch mal kurz mitnehmen. (vermutlich um die Materialangabe abzuschreiben oder so)
Aus den fünf Minuten wurden eher fünfzehn. Endlich kam eine Dame zu mir und bat mich, die oben bereits erwähnten 9,18 Euro (bar oder mit EC-Karte?) zu entrichten, was ich tat. Dann kam der Beamte zurück mit einer sechsseitigen Bescheinigung, die er mir aushändigte. Ich bat ihn, dass er mir doch auch den Gurt noch zurück geben möge, den er an seinem Platz vergessen (?) hatte.
Bei der ganzen Geschichte kam ich mir sowas von illegal vor, als würde ich eine getarnte Atombombe aus der Schweiz einführen oder so.
Gut war, dass ich die Rechnung von dem Kram dabei hatte. Ansonsten schätzen die werten Herrschaften beim Zoll nämlich einfach den Wert. Und was dann dabei heraus kommt, das will ich gar nicht wissen. ![]()











22 Oktober 2007 um 14:31
Das hätte ja fast in der Schweiz passieren können. Oder vielleicht erinnert es an Asterix und Obelix in der Behörde?
22 Oktober 2007 um 17:16
Das habe ich wenigstens im Zuge meiner Hochzeitsvorbereitungen schon vorher mitbekommen und bin dementsprechend vorsichtig, wo ich bestelle. So manch anderer hatte da schön üble Erfahrungen – erst recht wenn keine Rechnung vorlag.
22 Oktober 2007 um 22:37
Puh, das ist ja nun wirklich lächerlich. Einen Gurt und Badetierchen verzollen? Das hört sich ja fast so an, als hättest du versucht Drogen oder so zu schmuggeln. Also ne, gut zu wissen. Nie in der Schweiz bestellen.
Ach ja, ich muß hier übrigens - und jetzt festhalten - die Photos verzollen, die ich an meine Verwandtschaft schicke.
23 Oktober 2007 um 6:32
Was für ein Mist! Ich habe auch schon Bekanntschaft mit dem Zoll gemacht, allerdings wg. eines Pakets aus den USA. Unser Hochzeitsgeschenk meiner dortigen Mitbewohner, eine Digitalkamera, da musste ich auch ordentlich für löhnen. Doof, aber noch eher nachvollziehbar, als für Badetierchen!!
23 Oktober 2007 um 7:35
Dem Zoll ist das echt total schnurz, um was es sich handelt.
Geschenke sind zollfrei bis 50 Euro. Das bekam ich bei ner Frau mit, die einen Mantel für ihre Tochter als Geschenk erhielt, dessen Wert dann mit 200 Euro festgelegt wurde.
Irgendwie finde ich das abartig, dass selbst Geschenke nachverzollt werden müssen…