Schlafen: Wenn es mal wieder anders kommt, als man denkt
13 März 2008 — AlexandraKürzlich berichtete ich, dass wir zu Reisezwecken ein Gästebettchen gekauft haben, mit dem wir auch den Auszug von Enya aus ünserem Schlafzimmer üben wollten, indem wir es in ihr Zimmer stellen und ihr eigentliches Bett noch bei uns stehen lassen, um nicht sieben Mal hin und her bauen zu müssen, für den Fall, dass es nicht klappt mit dem Schlafen im eigenen Gemach. (…uff, was ein langer Satz…)
Gestern kam besagtes Reisebettchen an. Ich habe dann bei IKEA noch eine zusätzliche Matratze (Blunda) besorgt, da die Reisebettmatratze zwar extrem praktisch zusammenrollbar, aber doch etwas dünn ist. Nun gut. Bettchen samt Zusatzmatratze wurde also gestern aufgebaut und Enyas Papa und ich einigten uns darauf, dass wir das Kind langsam an die neue Schlafstätte heran führen wollen. Soll heissen, erst mal ein paar Tage nur nachmittags darin ruhen, bevor der Nachtschlaf darin geprobt wird.
Aber gestern kam alles anders: Unser Kind hat zur Zeit einen Husten, der es am Ein- und Weiterschlafen hinderte. Dank Capval ging es dann irgendwann zumindest für zwei drei Stunden. Dann wurde Enya wach, so gegen 0:30. Sie hustete und blieb wach. Ich gab ihr noch mal den Saft, versuchte es mit Stillen, mit Liegen in ihrem oder in unserem Bett. Half alles nix, sie weinte. Selbst auf Papas Arm wurde geheult. Nur auf meinem war halbwegs Ruhe. Jeder Versuch sie in ihrem Bett ans Schlafen zu bringen gipfelte darin, dass sie sofort wieder stand und mich anheulte bzw. auf sämtliches Inventar deutete, um es benannt zu kriegen. Zwischen 3:00 und 3:30 Uhr ist mir dann die Hutschnur geplatzt und ich dachte mir: “Kind, es war zwar nicht so geplant, aber der Reisebetttest wird vorverlegt.” Also Enya da hinein gepackt. Sie meckerte und weinte zwar etwa 3 bis 5 Minuten, schlief dann aber tatsächlich ein. Letzteres gelang mir dann in meinem Bett leider nicht, da die Schlafsituation für mich so natürlich absolut ungewohnt war. Ergo zog ich um ins Wohnzimmer und legte mich in Kindhörweite auf unsere Couch, wo ich dann auch tatsächlich irgendwann selber wegdöste.
Gegen 6:00 Uhr wurde unsere Prinzessin wach. Ich holte sie aus dem Bett, dackelte rüber mit ihr ins elterliche Gemach und frühstücksstillte sie dort. Anschließend wieder Zeter und Mordeo. Eins war klar, wir beide mussten noch ein wenig zur Ruhe kommen, da wir doch arg wenig Schlafstunden hatten. Nach fünf Minuten Stress hab ich sie dann entgeistert wieder in ihr Zimmer geschleppt und mich auf der Couch deponiert. Siehe da, sie schlief rasch wieder ein und hat immer noch die Knöpfe zu (9:06 Uhr).
Ich glaube, unser Kind legt es einfach darauf an, mich völlig zu überfordern. Erst mampft sie los wie ne kleine Weltmeisterin und dann zieht sie scheinbar freiwillig aus unserem Zimmer aus.
Kann es sein, dass wirklich der Zeitpunkt erreicht ist, wo wir uns nur noch gegenseitig vom Schlafen abhalten und uns die Nachtruhe rauben? Bei den Kaisers hatte ich ja damals schon mal so nen Beitrag gelesen, in dem sie alle Eltern zu mehr Mut aufriefen, es ruhig mal zu wagen, ihr über Einjähriges auszuquartieren….










