Wickeltragödie

Die meisten von Euch kennen es sicher schon aus eigener leidvoller Erfahrung.
Mit zunehmendem Alter des Kindes wird das Wickeln immer schwieriger.

Bei unserem kleinen Bewegungswunder scheint es mir ausserordentlich schwer zu sein.
Enya dreht und wendet in einem Affentempo. Erst krieg ich kaum die Hosen aus, dann den Body nicht auf, dann die Windel nicht runter, dann die neue Windel nicht dran und gerne gipfelt es darin, dass ich sie dann erst mal fünf Minuten unten ohne spielen lasse.
Anschließend gelingt es dann vermindert formschön mit fast gewalttätigem Festhalten die neue Windel um den Hintern zu wickeln. Nach dem Akt bin ich dann tendenziell so am Ende, dass ich mir das Kind nehme und sie nur mit Windel, offenem Body und ohne Strumpf-/Hose im Wohnzimmer auf dem Teppich weiter spielen lasse.

Leider passen der Kröte diese EasyUp-Pants noch nicht so wirklich gut. Aber in vermutlich spätestens zwei Kilo werden wir darauf umsteigen. Egal ob teurer oder nicht. Dann werden nur noch “normale” Windeln genommen, wenn’s Kind grade müde oder ausgetobt ist.

Mich wundert, dass noch keine Wickeltische mit Rundumzaun (& Hand- und Fußfesseln) auf dem Markt sind. Man kann zwar auf den Boden ausweichen, aber so wirklich praktisch ist das Wickeln dort ja auch nicht. Da rutscht Mutter dann auf Knien quer durchs Schlafzimmer dem Kind hinterher, um es zu bewindeln und bekleiden. :-/

Kram ohne Ende


Unser Arbeitszimmer ist wirklich nicht groß. Es misst etwa 8 1/2 qm und ist auch eigentlich bloß ein halbes Zimmer. Dort habe ich heute die Regale ausgeräumt und deren Inhalt in Kisten gestopft.

OK, in jede Kiste kam nur zu 2/3 Bücher, der restliche Platz wurde durch Handtücher, Bettwäsche und Anziehsachen gestopft, damit man sich nicht zwei Brüche hebt beim Tragen. Dennoch kamen sage und schreibe BISLANG 23 Kisten zusammen. Auf unseren Schreibtischen steht immer noch jede Menge kram, darunter auch. Ich habe heute den Eindruck gewonnen, dass dieser kleine Raum so eine Art umgekehrtes schwarzes Loch ist, wo immer mehr rauskommt.

Unser Töchterlein war super umzugskompatibel, hat sich lange alleine beschäftigt und ein sehr ausführliches nachmittägliches Schläfchen gemacht, sonst hätte ich das im Leben nicht alles geschafft zu verpacken.

Danke Enya!!!


Eine ereignisreische Woche (KW25)

Vergangene Woche haben wir übrigens auch mal verhältnismässig viel unternommen.
Und da (Mini)Bärchen ja nun quasi kurz vor der Einschulung steht, hat sie auch alles so richtig gut mitgemacht und fast gar nicht gejammert oder geweint.

Montag Nachmittag waren wir in der Babylounge im Schanzenviertel. Die ersten 45 Minuten waren prima und das Kind hochzufrieden. Für die nächsten 45 Minuten waren wir in einem Spielzimmer, was Enya dann nicht mehr so gut gefiel. Es handelte sich um einen 20 - 25 qm großen Raum, in dem sich locker 20 bis 25 Mütter mit ihren Krabbelkindern aufhielten. Und das war noch nicht so wirklich was für mein Nichtkrabbelkind. Es zog es dann vor, sich an die Brust zurück zu ziehen und zu stillen, um den Rest der Veranstaltung auszublenden. Deshalb beschloss ich dann für uns beide, dass es wohl besser wäre, nach Hause zu gehen.

Am Dienstag war morgens Baby-Massage. Enya hat sich dort sogar 10 Minuten massieren lassen, allerdings den Rest der anderthalb Stunden dann mit Turnen verbracht.
Abends war dann die Vorbereitungsveranstaltung für den PEKiP-Kurs, der kommende Woche losgeht. Enya war doch tatsächlich das älteste anwesende Baby und so hat sie sich selbstredend auch benommen. Gaaaanz vorbildlich und fast gar nicht geweint.

Am Mittwoch sind wir nachmittags spazieren gewesen. Donnerstag Vormittag stand Stilltreff auf dem Programm mit weiter Anreise nach Eimsbüttel zum Nachbarschatz und wieder zurück. Beide Expeditionen gingen wieder sehr gemässigt über die Bühne. Naja, hier und da mal ganz kurze Protestbekundungen, weil man nichts sieht und so sind ja in Ordnung.

Freitag Morgen sind wir zum Rückbildungskurs gegangen. Der war richtig gut. Mini hat die erste Stunde ganz tapfer mit auf meiner Matte gelegen und hatte nur die letzte halbe Stunde keine Lust mehr aufs Liegen und hat deshalb geschimpft. Ist ja auch wieder verständlich, da permanente Rückenlage seeehr langweilig ist, wenn alle Mamas auch auf dem Boden liegen und man deshalb beim Hochschauen nur ne Wand sieht. Aber die Kursleiterin hat Abhilfe geschaffen und der kleinen Dame einen guten Ausblick verschafft, so dass ich ungestört den gymnastischen Übungen fröhnen konnte.

Und heute waren wir beim Babyschwimmen. Das war so richtig toll. Es waren bestimmt 20 Babys zum Kurs gekommen mit ihren Eltern. Und alle hatten Spass und keines hat geschrien. Auch Enya nicht. Sogar das anschliessende Duschen mit der Hallenbaddeckendusche hat sie mit Fassung getragen und liess sich anschliessend sogar noch problemlos anziehen.

Und zur Abrundung des Wochenprogrammes hat sie sich heute sogar noch von ihrem (angehenden) Patenonkel eine schöne Weile auf dem Arm halten lassen. :-)

Was eine erlebnisreische Woche. Und was ein sozialkompetentes Bärchen. :-)